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13.09.2020

RTTVR Verbandsendrangliste Jugend

Am vergangenen Wochenende fand trotz der aktuell schwierigen Situation die jährliche Verbandsendrangliste der Jugend statt. Nach knappen fünf Monaten ohne Wettkampf also direkt ein wichtiges Turnier für unseren Nachwuchs, aber auch für alle anderen Aktiven, da man hier sehen konnte, wie und ob Wettkampf während Corona möglich ist.
Der RTTVR hat das Teilnehmerfeld von Zwölf auf Acht reduziert und die Teilnehmer nach den aktuellen TTR-Punkten nominiert. Jeder Spieler durfte nur eine Begleitperson als Betreuer mitbringen, in der Halle galt außerhalb der Box Maskenpflicht, die Bälle wurden nach jedem Spiel ausgetauscht und die Tische desinfiziert. Außerdem wurde auf sämtliche Begrüßungsformalien verzichtet. Manche Kinder ließen es sich aber nicht nehmen nach dem Spiel mit dem Fuß abzuklatschen! Des Weiteren wurde die Veranstaltung erstmals an zwei verschiedenen Orten ausgetragen. Die Jüngeren zog es nach Klein-Winternheim während die Älteren nach Speicher fahren durften.

Am Samstag war der TTC mit gleich drei Spielern in der U11-Konkurrenz vertreten. Hier spielten sich vor allem die Neuzugänge in den Vordergrund.

Sophia Matz, die sich im Winter dem TTC angeschlossen hat, dominierte die U11-Mädchen nach Belieben und siegte vollkommen ungefährdet ohne Satzverlust und mit nur 28(!) verlorenen Punkten in vier Spielen. Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, wenn Sophia so weiter macht kann man sich hier noch auf einige weitere Titel freuen!

Auch der andere Neuzugang Thore Fries wusste mit seinem dritten Platz bei den U11-Jungs zu überzeugen. Nachdem er die ersten beiden Spiele gegen Vereinskamerad Franz Pauly und den späteren Sieger Mika Korn noch unglücklich im Entscheidungssatz verlor, konnte er sich im Laufe des Turniers immer weiter steigern und in einem super Spiel sogar den absoluten Topfavoriten und bis dahin ungeschlagenen Andrej Meier schlagen, was diesen den Turniersieg kostete und Thore einen hervorragenden dritten Platz einbrachte. Trotzdem wäre hier mit etwas Glück noch mehr drin gewesen.

Ebenfalls bei der U11 an den Start ging Franz Pauly, der zu Beginn sehr konzentriert zu Werke ging und sogar einen 0:2 Satzrückstand umdrehte. Coach Dominic Stendebach freute sich vor allem darüber, wie gut Franz die taktischen Anweisungen befolgte. Einzig die knappe Fünfsatzniederlage gegen Andrej Meier brachte Franz kurz aus dem Tritt. Alles in allem aber auch eine gute Leistung, die mit dem vierten Platz endete. Dabei hatte Franz das gleiche Spielverhältnis wie sein Freund und Mannschaftskamerad Thore, sodass die Sätze entschieden.

Sonntags wurde dann die jeweils ältere Konkurrenz gespielt. In Klein-Winternheim war dies die U13. Hier ging Johanna Braun für den TTC an den Start. Johannes Bilanz der letzten zwei Jahre auf RTTVR-Ebene ist schnell aufgelistet. Vier Turniere zwei Titel und zwei zweite Plätze. Damit war klar, dass der Titel auch dieses Mal nur über sie gehen sollte. Und so war es. Johanna war zu keiner Zeit wirklich gefährdet und musste nur im Spiel gegen ihre „Angstgegnerin“ Emily Strüber bei 1:1 in Sätzen einen kurzen Schreckmoment überstehen. Am Ende wurde aber auch dieses Spiel souverän mit 3:1 gewonnen, was in der Endabrechnung ein 7:0 Spielverhältnis bei 21:1 Sätzen und damit den Ranglistensieg bedeutete. Außerdem bedeutet dies die Qualifikation für das Region 7 Qualifikationsturnier, wo sich dann mit den Besten aus der Pfalz und dem Saarland gemessen wird.

Ebenfalls sonntags aber in Speicher wurde die U18 Konkurrenz gespielt, bei der Yannik Stendebach und Walli Asghir-Gill, die durch den kurzfristigen Aufstieg diese Saison in der Oberliga aufschlagen, antraten.

Die Geschichte des Yannik Stendebach ist dabei schnell erzählt. Er kam in einer wirklich sehr, sehr kalten Halle nie auf Betriebstemperatur und war weit von seinem Leistungszenit entfernt. 0:6 und der letzte Platz war die ernüchternde Bilanz an diesem Sonntag. Coach Michel Müller sieht hier noch viel Arbeit im Beinarbeits- und Aufschlag/Rückschlag-Bereich vor dem Jüngsten aus dem Hause Stendebach. Natürlich spielt hier aber auch Yanniks berufliche Situation eine Rolle. Da er seine Ausbildung angefangen hat, hat sich hier einiges verändert. Wenn er sich damit mal akklimatisiert hat, wird er auch in der Oberliga seine Erfolge feiern!

Walli Ashgir-Gill hatte sich für diese Rangliste extrem viel vorgenommen und extrem hart trainiert. Auch im Verein war man sich sicher, bringt Walli die Trainingsleistung auf den Tisch kann es bis ganz nach vorne gehen. Der Start gegen Felix Meyer und Yannik Stendebach passte auch, bis es gegen den Favoriten des Turniers ging. Marco Stefanidis ist extra für diese Rangliste und die damit verbundene Qualifikation für die deutsche Rangliste in den Verband gewechselt und war für alle ein unbeschriebenes Blatt. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel bei dem Walli mehrere Führungen beim Stand von 1:1 Sätzen und von 1:2 Sätzen nicht ins Ziel bringen konnte. Das 1:3 trotz vieler Chancen gab Wallis Spiel einen gewaltigen Dämpfer, wodurch er in ein regelrechtes Loch fiel und die nächsten zwei Spielen gegen die späteren zweit- und drittplatzierten fast chancenlos mit 0:3 verlor. Erst im Spiel gegen den Mitfavoriten und Dominator des letzten Jahres Johannes Willeke war Walli motiviert von seinem Coach Noel Witzky wieder auf dem Damm. Hier holte er nochmal einen Sieg, was zumindest einen halbwegs versöhnlichen Abschluss lieferte. Hier lässt sich nur sagen: Kopf hoch Walli in der Saison und bei den Meisterschaften werden die Karten neu gemischt!

Summa summarum kann man aber ein positives Fazit ziehen. Wir wissen nun wieder etwas genauer an welchen Dingen wir noch arbeiten müssen, wie zum Beispiel der Aufschlag/Rückschlag-Bereich bei den Älteren. Die Ergebnisse, vor allem im jüngsten Jahrgang, zeigen aber, dass sich der TTC auf dem richtigen Weg befindet. Nun hoffen wir, dass wir die Saison durchspielen können und dass wir weiterhin fleißig trainieren können!

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